Das Konkordat vom 20. Juli 1933 zwischen dem Deutschen Reich und dem Heiligen Stuhl ist einer der großen Streitpunkte in der Debatte "katholische Kirche und Drittes Reich". Eugenio Pacelli, zu dieser Zeit Kardinalstaatssekretär im Vatikan, war maßgeblich am Zustandekommen beteiligt.
Strittig sind v. a. folgende Fragen:
War das Konkordat als völkerrechtlicher Vertrag ein Prestigegewinn für das junge Naziregime, den man hätte vermeiden sollen?
Kann man heute bzw. konnte man damals aus dem Abschluß des Konkordats auf eine gewisse Sympathie des Heiligen Stuhles für den Nationalsozialismus schließen?
Hat der Vatikan billigend in Kauf genommen oder sogar absichtlich herbeigeführt, dass der starke deutsche Verbandskatholizismus durch den Konkordatsabschluss entmachtet wurde?
Wurde die katholische Zentrumspartei für das Konkordat geopfert?
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