Holocaustdebatte - Die letzten Jahre

In den vergangenen Jahren ist eine deutliche Verschärfung der Debatte festzustellen. Es wird mehr zum Thema veröffentlicht und die Beiträge sind stärker polarisiert. Ebenso wird die Debatte wieder polemischer und mehr in der Öffentlichkeit ausgetragen. Cornwells scharfer Angriff von 1999 erwies sich als Bestseller (mehr dazu im Kommentar).

Darüber hinaus hat das Scheitern einer durch Papst Johannes Paul II. eingesetzten Historikerkommission, sowie völlig überzogene Erwartungen an das Schuldbekenntnis des Papstes nicht unbedingt zur Entschärfung der Lage beigetragen. Ein großer Stein des Anstoßes bleibt das weiterhin verschlossene vatikanische Archiv, anhand dessen die Vollständigkeit der ADSS endgültig zu klären wäre.

Das negativste Beispiel der Polemik ist sicherlich Goldhagens neuestes Buch (mehr dazu im Kommentar). Ähnlich fragwürdig ist auch die Verfilmung von Hochhuths "Der Stellvertreter" unter dem Titel "Amen!" im Jahr 2002.

Daneben gibt es jedoch auch einige sehr gute neue Erscheinungen, die in der Öffentlichkeit leider kaum zur Kenntnis genommen werden. Als Beispiel sei hier auf den Beitrag von Sánchez verwiesen (mehr dazu im Kommentar).

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