Holocaustdebatte - Die 70er bis 90er Jahre

Nach dem Abklingen der Hochhuthdebatte setzt eine Phase der wissenschaftlichen Arbeit ein. Die Polemik geht weitgehend zurück, Quellen werden herausgegeben und studiert, auf der Basis der Quellen entstehen erste Abhandlungen.

Papst Paul VI. beauftragt ein Team von Jesuiten mit der Herausgabe der betreffenden Akten aus den vatikanischen Archiven. Die zwischen 1965 und 1981 entstandenen "Actes et documents du Saint Siège relatifs à la Seconde Guerre Mondiale" (ADSS) stellen die wichtigste und umfangreichste Quellensammlung zum Thema dar. Nichtsdestotrotz wird der Sammlung von einigen Seiten Unvollständigkeit vorgeworfen. Dieser Streitpunkt lässt sich erst endgültig klären, wenn die entsprechenden Archive im Vatikan für die Wissenschaftler zugänglich gemacht werden.

© 2005